ART-Modell

Authentische Teilhabe durch Reflektierte Haltung und Teilhabeorientierte Praxis

Das ART-Modell ist ein ergotherapeutisches Reflexions- und Praxis-Modell zur Förderung authentischer Teilhabe. Es versteht Ergotherapie nicht primär als Anpassung von Menschen an bestehende Normen, sondern als Unterstützung selbstbestimmter Teilhabe in einer vielfältigen Gesellschaft.

Ausgangspunkt des Modells ist die Annahme, dass Teilhabebarrieren häufig nicht allein in individuellen Eigenschaften entstehen, sondern auch durch Umweltbedingungen, gesellschaftliche Erwartungen und strukturelle Barrieren beeinflusst werden.

Das ART-Modell verbindet teilhabeorientierte Ergotherapie mit einer reflektierten Haltung gegenüber Normen, Machtverhältnissen und Diskriminierungsformen. Es lädt dazu ein, therapeutisches Handeln nicht nur auf individuelle Veränderungen auszurichten, sondern auch auf die Bedingungen, unter denen Teilhabe möglich oder verhindert wird.

Kerngedanken

• Authentizität statt Normanpassung

• Teilhabeorientierung

• Betätigungsgerechtigkeit

• Reflexion von Normen und Barrieren

• Gesellschaftliche Verantwortung

• Berücksichtigung von Lived Experience

• Partizipation und Co-Konstruktion

• Kritische Reflexion von Ableismus und anderen Diskriminierungsformen

Das Modell befindet sich in fortlaufender Weiterentwicklung und versteht sich als Beitrag zu einer inklusiven, diversitätssensiblen und teilhabeorientierten Ergotherapie.