
Ich bin staatlich anerkannter Ergotherapeut mit Berufserfahrung in psychosozialer Ergotherapie, Pädiatrie und neurologischer Frührehabilitation.
Ich arbeite personenzentriert, betätigungszentriert, teilhabeorientiert und neuroaffirmativ. Dabei verbinde ich evidenzbasierte Entscheidungsfindung mit individueller Therapiegestaltung und interprofessioneller Zusammenarbeit. Besondere fachliche Expertise bringe ich zu Neurodivergenz und Queerness mit.
Als Referent und Modellautor ergänze ich meine klinische Erfahrung durch Wissenschaftskommunikation, Fortbildungen und die Entwicklung des TDA- und ART-Modells.
Ergotherapie als fachliche Grundlage
Ergotherapie richtet den Blick darauf, wie Menschen ihren Alltag, für sie bedeutsame Betätigungen und gesellschaftliche Teilhabe möglichst selbstbestimmt gestalten können. Dabei werden sowohl individuelle Voraussetzungen als auch soziale, materielle und institutionelle Umweltbedingungen berücksichtigt.
Gerade dieses relationale Verständnis von Mensch, Umwelt, Betätigung und Teilhabe bildet eine wichtige fachliche Grundlage meiner Arbeit und meiner Modell- und Konzeptentwicklung.
Was ist Ergotherapie?
Der Deutsche Verband Ergotherapie (DVE) stellt eine aktuelle Begriffsbestimmung speziell für Fachkreise und Entscheidungsträger außerhalb der Ergotherapie bereit.
Modell- und Konzeptentwicklung
Mit dem TDA-Modell – Teilhabeorientiertes Divergenz- und Ableismusmodell und dem ART-Modell – Authentische Teilhabe durch reflektierte Haltung und teilhabeorientierte Praxis im gesellschaftlichen Auftrag (The Art of Enabling Authentic Participation) entwickle ich eigene Ansätze, die wissenschaftliche und gesellschaftskritische Analyse mit konkretem Praxistransfer verbinden. Dabei richtet sich meine Arbeit ausdrücklich nicht nur auf einzelne Diagnosen oder Personengruppen. Im Mittelpunkt stehen menschliche Divergenz und Teilhabe sowie die Wechselwirkungen mit Behinderungs- und Belastungserfahrungen, Ableismus und weiteren Formen von Diskriminierung in unterschiedlichen Lebens-, Bildungs-, Gesundheits-, Arbeits- und gesellschaftlichen Kontexten.
Meine fachliche Perspektive
Meine autistische Perspektive und eigene Lived Experience sind dabei Teil meiner fachlichen Denk- und Erkenntnisperspektive. Eine stark systematische und vernetzte Arbeitsweise, die intensive Auseinandersetzung mit Mustern und konzeptionellen Widersprüchen sowie die kritische Prüfung vermeintlicher Selbstverständlichkeiten prägen meine Modell- und Konzeptentwicklung.
Wissenschaftliche Fundierung und praktische Anwendbarkeit verstehe ich dabei nicht als Gegensätze. Wissenschaft dient der begründeten Analyse und professionellen Entscheidungsfindung; Praxis ist der Ort, an dem sich zeigen muss, ob daraus tatsächlich bessere Bedingungen für Handlung, Selbstbestimmung und Teilhabe entstehen.
Wissenschaftlich fundiert denken. Praktisch wirksam handeln. Teilhabe ermöglichen.

